Muscat

Die beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten von Muscat sind:

die große Moschee

Die große Moschee, noch neu, wurde von Sultan Qaboos finanziert und bietet viele Superlativen: der größte Teppich der Welt, ein 8 m hoher Kronleuchter, insgesamt passen 20000 Menschen in das Moscheegelände.

 

Der Mutrah Souq: sehr farbenfroh und wegen der vielen Gewürze auch gut duftend. Man kann sehr preiswert Pashminas kaufen (ab ca. 2 €), außerdem Silber, Edelsteine, Parfums, Weihrauch, Safran...


Der Regierungspalast. Die Architekten haben es verstanden, eine Optik zu erzeugen, die luxuriös aber nicht protzig, geradlinig mit vielen Verzierungen, farbig aber nie kitschig aussieht. Diesem Prinzip folgen alle offiziellen Gebäude – auch manche Hotels – es scheint der Geschmack des Sultans zu sein.

In Muscat sind alle Häuser weiß oder ocker getüncht, immer mit Flachdach. Trotz umgebender Steinwüste um dem breiten aus grauem Geröll bestehenden Wadi gibt es sehr viel Grün.

 

Auf meiner Reise habe ich viele Hotels besichtigt. Alle waren – entsprechend ihrer Kategorie – gut.

Besonders bemerkenswert waren:


Hotel Shangri-La (5 Sterne)

Ein Hotelkomplex, bestehend aus 3 einzelnen Hotels, liegt ca. 20km außerhalb badewanne shangri-laMuscats an einer Berg umsäumten Bucht mit 2 Sandstränden. Hier stimmt einfach alles: sehr geschmackvoll und edel, viele schöne Extras – so hatte mein Zimmer eine Badewanne mit Meerblick, auf dem Balkon ein Sofa.

Das Essen war wunderbar und der Service top und beinahe herzlich. Hier lernte ich den „Lazy River“ kennen, das ist ein Kanal parallel zum Strand, durch den man sich auf einem großen Schwimmreifen sitzend, von der Strömung treiben lassen kann.

The Chedi (4 Sterne), ein nach Feng Shui Prinzipien gebautes Hotel, schöner Garten, alles strahlt Ruhe aus. Hier gab es ein ganz hervorragendes indisches Essen und „Fresh Lemon Mint“, was sofort zu meinem Lieblingsgetränk im Oman wurde (frischer Limonensaft mit pürierten Minzeblättern auf gestoßenem Eis – sehr lecker und erfrischend!)


Extra Divers Lodge (3 Sterne), ideal für Taucher. Man wohnt in Palmwedelhütten (mit Klimaanlage!). Sehr idyllisch. Eine Tauchschule gehört dazu. Es gibt Korallen und viele Fischarten zu sehen. Der Strand ist hier kieselig.

 

 

Al Bustan Palace (6 Sterne), Traditionshotel, in dem auch Staatsgäste untergebracht werden. Es war 2 Jahre wegen Renovierung geschlossen und erstrahlt nun in Prunk und Pracht. Die Lage, in einer schönen Bucht von bizarren Bergspitzen umgeben, ist super. Bemerkenswert: rote Teppiche führen über den Strand zum Wasser.

Das Essen war sehr gut, das Restaurant aber eher laut und hektisch. Die Zimmer waren mit vielen Möbel zugestellt.


Unsere Rundreise begann mit dem Besuch des Viehmarktes in Nizwa, der findet jeden Freitag morgen statt.

Dann bestiegen wir den 24m hohen Turm des Nizwa Fort, von oben hatte man einen schönen Rundblick über die Stadt. Ein Spaziergang durch die Palmenoase Al Hambra schloss sich an. Im Museum Bait al Safah wird sehr anschaulich das traditionelle Leben dargestellt (aus Hirse wir Öl gepresst, Ziegenwolle wird versponnen...)

Hier haben wir ein authentisches Mittagessen: mittagessen rundreise

man sitzt auf Teppichen auf dem Boden und isst Reis, Fladenbrot, verschiedene Fleischsorten, Salat und das beste:

ein warmer Brei aus Datteln, Honig, Nüssen und Gewürzen.

Zum Abschluss gibt es süßen Ingwertee.

Nächste Station: die Festung Jabrin, berühmt wegen ihrer schön bemalten Decken. Die Zimmer sind nach Sonne und Mond ausgerichtet. Viele Bücher stehen auf kleinen Holzböckchen in Wandnischen.

In Mudhaybi besuchen wir den Souq. Es folgt ein Spaziergang durch’s Wadi Bani Khalid (lauschig, viele Frösche und Fische). Danach beginnt das Wüstenabenteuer.

Bisher sind wir durch die eher öde Steinwüste gefahren. An der letzten Tankstelle vor der Wahiba Wüste wird Luft aus den (Allrad-) Reifen gelassen und dann geht es auf die Sandpiste. Gelbrötliche Sanddünen soweit man blicken kann. Manchmal ein Kamel auf der Düne, sonst nichts. Ca. 35 km lang ist der Weg durch die Sandlandschaft bis zum 1000 Night-Zeltcamp. Unterweges machen wir Pause bei einer Beduinenfamilie, die in einem stattlichen Zelt lebt.

Unser 1000 Night Camp ist Klasse! Die Zelte sind aus Teppichen mit zu 1000 night campöffnenden Fenstern (mit Gaze geschützt) und Teppichen auf dem Sandboden.

Darauf stehen richtige Betten und wir haben sogar ein Open-Air-Bad mit Dusche und WC. Bis 24.00h gibt es Licht. Dann wird der Generator abgeschaltet und man erlebt die fantastische Wüstennacht. So viele Sterne habe ich noch nirgendwo gesehen! Das entschädigt für den ausgefallenen Sonnenuntergang, der von einer Düne aus betrachtet spektakulär sein soll. Leider kam vorher Wind auf und die Sonne verschwand einfach hinter einem Sandvorhang. Ich habe gut geschlafen trotz sandigem Bett und wurde morgens von Vogelgezwitscher (!)geweckt.

1000 night camp morgensNach einem guten Frühstück fuhren wir durch die Wüste zurück. Unglaublich, wie sich die Farbe des Sandes verändert. Über Ibra fahren wir nach Sur und besichtigen dort eine Dhau Werft. Dann geht es zur Pilgerstätte „Bibi Miriams Tomb“ und durch das Wadi Arbayeen, in dem Dattelpalmen wachsen, zurück nach Muscat.